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Orthomolekulare Medizin



Der Begriff „orthomolekular“ hat seinen Ursprung in dem griechischen Wort „orthos“ (= richtig, gut) und dem lateinischen Wort „molecula“ (= Baustein von Substanzen). Laut Orthomolekularer Medizin müssen alle notwendigen Mikronährstoffe – umgangssprachlich oft Vitalstoffe genannt – in ausreichender Menge zur Verfügung stehen, damit alle Stoffwechselprozesse im Körper störungsfrei ablaufen können.

Das Prinzip der Orthomolekularen Medizin beruht daher auf der gezielten und teilweise sehr hohen Zufuhr von Mikronährstoffen. Entscheidend dabei ist die richtige Auswahl und Konzentration der Stoffe. Der Friedens- und Chemie-Nobelpreisträger Linus Pauling begründete dieses Prinzip.

Ziel der Orthomolekularen Medizin ist es, die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit zu erhalten und zu verbessern. Sie soll zudem chronischen Erkrankungen wie Diabetes mellitus oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen. Dabei kann sie auch wissenschaftsmedizinische Behandlungsmethoden begleitend ergänzen.

Kritik an der Orthomolekularen Medizin

Kritikpunkte sind, dass der Wirksamkeitsbeweis bisher weder in naturwissenschaftlichen noch medizinischen Studien geführt werden konnte. Außerdem besteht die angenommene Unterversorgung an Mineralstoffen in der Regel in der westlichen Welt nicht. Eine Überdosierung einiger Substanzen, wie sie in der Orthomolekularen Medizin propagiert wird, kann zu erheblichen Nebenwirkungen führen.

Die meisten von der Orthomolekularen Medizin verordneten Substanzen haben keine Zulassung als Medikament, denn dazu sind aufwändige, erfolgreiche Zulassungsstudien notwendig. So werden diese Substanzen als Nahrungsergänzungsmittel angeboten, da diese nicht dem Arzneimittelgesetz unterliegen. In der Regel werden die Kosten, die in der Orthomolekularen Medizin anfallen, nicht von den Krankenkassen getragen.
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